Eine Woche lang den Wald entdecken und kreativ werden – genau das erleben jeweils 20 Grundschulkinder bei der Waldwoche der Bürgerstiftung Bolanden, die seit 2022 gemeinsam mit dem Förderverein der Grundschule Bolanden-Dannenfels organisiert wird. Ohne Übernachtung, aber mit viel Abenteuer, bietet das ehrenamtliche Ferienprogramm einen geschützten Raum für eigene Ideen und Erfahrungen. Die Betreuungswochen fanden an der Stauffer-Bescher-Hütte in Bolanden statt. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, den Bolander Wald spielerisch zu entdecken.
Das Motto „Alles kann, nichts muss“ prägt die Woche: Mitarbeitende geben Impulse, aus denen die Kinder frei wählen können – ob gemeinsames Projekt, eigene Ideen oder einfach eine Pause in der Hängematte. So erleben sie Selbstwirksamkeit und lernen, dass ihre Entscheidungen zählen.
Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch von Kunstlehrerin Petra Peter vom Gymnasium Weierhof. Sie nahm die Kinder mit in die Welt von Maria Sibylla Merian und erzählte anschaulich von ihrem Leben als Künstlerin und Forscherin in einer Zeit, in der Frauen kaum Anerkennung in der Wissenschaft fanden. Anschließend konnten sie selbst kreativ werden und verschiedene künstlerische Techniken ausprobieren.
Ebenso beliebt ist Förster Daniel Ochs mit seiner Hündin Isy, der spielerisch Wissen über Tiere, Pflanzen und die Bedeutung des Waldes vermittelt.
Auch abseits der Programmpunkte entstanden beeindruckende Werke: aus Naturmaterialien wurden Mobiles gebaut, eine Tipi-Stadt errichtet und mit großer Ausdauer geschnitzt. Dabei zeigte sich, wie viel Fantasie und Konzentration in den Kindern steckt, wenn sie Zeit und Freiraum bekommen.
Die Waldwoche macht deutlich, wie wertvoll Naturerlebnisse sind: Sie fördern Kreativität, Selbstvertrauen und Gemeinschaft – und hinterlassen bei den Kindern viele schöne Erinnerungen.